wir wissen, wie wichtig es für Sie und unsere Hospizgäste ist, beieinander zu sein. Aus diesem Grund tun wir alles, um Besuche weiterhin zu ermöglichen. Wir haben sämtliche hygienische Maßnahmen verstärkt, benötigen aber auch Ihre Hilfe.
Für uns als Hospiz gilt es im Verlauf der Covid-19-Pandemie verantwortungsvoll mit den von uns versorgten und begleiteten Menschen, den Familienangehörigen und Trauernden umzugehen. Zudem tragen wir Sorge für unsere Ehrenamtlichen, die im stationären Hospiz, in der Häuslichkeit und in Pflegeheimen im Einsatz sind. Wir orientieren uns an den aktuellen Verordnungen des Landes Sachsen-Anhalt sowie weiteren behördlichen Verordnungen (z. B. des lokalen Gesundheitsamtes), setzen entsprechend diesen, mit Hygienekonzepten und Abstandsregeln, unsere Arbeit fort. Zudem stehen wir in regelmäßigem Kontakt mit dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V. und dem Hospiz- und Palliativverband Sachsen-Anhalt.
Das Besondere am Hospiz ist das Individuelle. Wir können kreativ und selbständig arbeiten, haben viel Eigenverantwortung. Und man selbst nimmt das Lebensende gelassener, weil man das friedliche und würdevolle Sterben kennenlernen durfte.
Schwester Manuela ist Pflegefachkraft und arbeitet seit 22 Jahren im Hospiz in Halle.
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Und wenn sie nicht gestorben sind – Ein Abend im Bann der Märchen
Am Dienstagabend fand im Christian-Wolff-Haus in Halle ein ganz besonderer Abend statt. Wie jedes Jahr lud das Hospiz am St- Elisabeth-Krankenhaus Ehrenamtliche und Angestellte des stationären Hospizes ein, um gemeinsam einem Vortrag zu lauschen. Leider konnte der Abend nicht für die Menschen der Stadt geöffnet werden, weil auf Grund der Corona- Beschränkungen nur wenige Plätze zur Verfügung standen. Doch trotz Abstand und Masken verbrachten die Gäste einen gemütlichen Abend im Bann der Märchen.
Für mich bedeutet die Hospizidee, den Lebensabend selbstbestimmt gestalten zu können und in einem stationären Hospiz einen geschützten und umsorgten Raum für die letzten Tage und Wochen des Lebens zu haben. Und sie bedeutet für mich auch, ein Ja zu einer Sterbebegleitung, die die Wünsche der Sterbenden respektiert und eine sehr gute palliative Versorgung einschließt, und ein Nein zur Sterbehilfe.
Prof. Dr. Dirk Steinborn ist geschäftsführender Vorsitzender des Freundeskreises zur Förderung von Sterbebegleitung und Hospizen e.V.. Der Freundeskreis ist Gesellschafter der der Hospiz am St. Elisabeth-Krankenhaus Halle gGmbH .
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Man kann sich Zeit nehmen
Was wird eigentlich im Hospiz gegessen?
Seit drei Jahren bin ich hier als Hauswirtschaftskraft. Ich bereite hier das Frühstück vor, und seit Kurzem kochen wir auch wieder selbst Mittagessen. So können wir auf die Wünsche der Gäste eingehen. Das Besondere an diesem Ort ist eben, dass man mit all seinen Kräften und Gefühlen für die Gäste da sein kann. Man kann sich Zeit nehmen und besondere Wünsche erfüllen. Hospiz bedeutet mir sehr viel, sowohl persönlich, als auch als Arbeitsplatz.
Heike Iser ist Hauswirtschaftskraft im stationären Hospiz in der Heinrich-Pera-Straße.
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Vereinsamung entgegenwirken
Frau Syska, was ist für Sie Hospiz?
Hospiz ist für mich der Umgang mit Sterbenden, indem ich mich ihnen zuwende, auf ihre Bedürfnisse, auf ihr Leid eingehe. Nicht nur auf das körperliche, sondern auch auf das seelische und das soziale. Wir wirken Vereinsamung entgegen, wenn wir Menschen vor allem auch zu Hause begleiten. Das Wort Zuwendung, eines der schönsten deutschen Wörter überhaupt, ist das, was ich im Hospiz wirklich umgesetzt sehe: „Ich wende mich dir zu; sage du mir, was du brauchst.
Christa Syska ist Mitglied des Vorstandes des Heinrich-Pera-Hospiz-Verein Halle (Saale) e.V.. Der Verein ist Gesellschafter der der Hospiz am St. Elisabeth-Krankenhaus Halle gGmbH .