Es ist immer unklar, wie viel Zeit man noch hat.
Herr Graumann, was bedeutet das Wort Hospiz für Sie?
Das sind unterschiedliche Dinge, die Hospiz für mich bedeutet. Ganz am Anfang war das eine neue Herausforderung für mich. Ich war sehr jung, ich war geschmeichelt, weil Heinrich Pera mich unbedingt dabeihaben wollte. Ich hatte eine schmale Vorerfahrung, da ich vor meinem Psychologiestudium als Hilfspfleger gearbeitet habe. Dort bin ich Sterbenden und Toten begegnet, aber das war von mir technisiert. Ich musste immer etwas machen. Das erste Mal, dass das Thema mich berührt hat, war, als ich mit Heinrich Pera darüber sprach. Dann erst wurde der Gedanke an den Tod wirklich auch mein Gedanke. Insofern war Hospiz für mich also auch ein Einstieg in meine eigene Zukunft.
