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Manche reden und manche sagen einfach gar nichts. - Interview mit Rüdiger Theierl

Herr Theierl, Sie wurden gerade für Ihr ehrenamtliches Engagement im Hospiz geehrt. Was genau machen Sie?
Ich begleite im ambulanten Dienst Patienten, die im Grunde irgendwann mal sterben werden. Bisher habe ich noch keinen anderen Fall erlebt, wo es dann doch weiter ging. Alle Patienten, die ich begleitet habe, sind irgendwann auch gestorben. Manchmal nach sehr kurzer Zeit und einmal auch erst nach zwei Jahren, obwohl die Prognose sehr schlecht war.
 
Warum machen Sie das?
Diese Arbeit macht mir viel Spaß. Spaß nicht in dem Sinne, dass ich jubiliere, aber ich freue mich, dass ich Menschen helfen kann, sowohl den Patienten als auch den Angehörigen.
Und das gibt mir auch persönlich was. 2004 habe ich meinen Vater begleiten dürfen und bin zum ersten Mal wirklich aktiv mit dem Tod in Berührung gekommen. Und nachdem ich in Rente gegangen bin, wollte ich mich noch mal engagieren. Dann habe ich eine Anzeige des Hospizes gesehen, das ehrenamtliche Helfer suchte und mir gedacht: "Ok, das versuche ich einfach mal". Dann habe ich die Ausbildung gemacht. Viele Freunde und Bekannte haben gefragt: "Was, so etwas willst du machen? Du kannst so etwas?" Und ich habe geantwortet: "Ich weiß nicht, ob ich es kann. Ich probiere es einfach."

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Heinrich-Pera-Hospiz Halle (Saale)