Ein Abend, der zum Nachdenken über das Leben einlädt
„HURRA. ICH LEBE JA.“ mit Seraphina Kalze und Christian Sorge im Capitol Halle
Wie wollen wir leben, wenn wir wissen, dass unsere Zeit begrenzt ist? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Bühnenabends „HURRA. ICH LEBE JA.“, zu dem das Heinrich-Pera-Hospiz am 6. Oktober ins Capitol Halle eingeladen hatte.
Ein besonderer Höhepunkt war die erste öffentliche Lesung aus Seraphina Kalzes Buch „Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht“, erschienen im Hoffmann und Campe Verlag. Die Moderatorin, Musikerin und Autorin berichtete darin von der Zeit mit ihrem pflegebedürftigen Vater. Offen und mit viel Humor erzählte sie, wie sie als Tochter Verantwortung übernahm, Abschied erlebte und dabei entdeckte, wie wertvoll gemeinsame Augenblicke sein können.
Ein Satz aus ihren Erfahrungen blieb besonders im Gedächtnis: „Loslassen und dabeibleiben müssen keine Gegensätze sein!“

Musikalisch begleitet wurde Seraphina Kalze vom halleschen Musiker Christian Sorge. Im anschließenden Gespräch mit Schwester Jule aus dem stationären Heinrich-Pera-Hospiz ging es um die Erfahrungen aus der Hospizarbeit und darum, was Menschen am Lebensende uns über das Leben selbst vermitteln können.
Auch die Gäste waren eingeladen, eine persönliche Frage mitzunehmen: Wofür würdest du einen Tag mehr Leben nutzen – und mit wem würdest du ihn verbringen? Viele schrieben noch während des Abends eine Nachricht an einen Menschen, mit dem sie gern Zeit verbringen möchten. Vielleicht wird daraus ein Wiedersehen, ein gemeinsamer Ausflug oder einfach ein lange aufgeschobenes Gespräch.
Der Abend zeigte, dass die Auseinandersetzung mit Sterben und Abschied nicht bedrückend sein muss. Sie kann den Blick auf das eigene Leben verändern, Mut machen und daran erinnern, was wirklich zählt.
Wir danken Seraphina Kalze, Christian Sorge, Schwester Jule, dem Team des Capitol Halle und allen Gästen für diesen besonderen Abend. Ebenso herzlich danken wir allen Spenderinnen und Spendern, die unsere Spendenkörbchen gefüllt haben. Ihre Beiträge helfen, die Hospizarbeit in und um Halle zu ermöglichen.
Denn Leben bis zuletzt bedeutet auch, die gemeinsame Zeit bewusst zu gestalten – und wichtige Begegnungen nicht auf später zu verschieben.
Mehr über die Unterstützung des Heinrich-Pera-Hospizes erfahren Sie auf unserer Spendenseite.
