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Rückblick auf das Schulprojekt „Endlich. – Umgang mit Sterben, Tod und Trauer“

In zwei 9. Klassen einer halleschen Sekundarschule durften wir das Projekt „Endlich.“ durchführen – ein Projekt, das Raum für ein Thema geschaffen hat, über das sonst oft geschwiegen wird: Sterben, Tod und Trauer.

Gemeinsam mit einer Lehrperson und Mitarbeitenden aus dem Hospizbereich ist es gelungen, eine besondere Atmosphäre entstehen zu lassen. Von Anfang an war spürbar: Hier darf alles gesagt werden. Die Schülerinnen und Schüler konnten offen sprechen, Fragen stellen, nachdenken – ohne Angst, bewertet zu werden.

Dabei wurde sehr achtsam vorgegangen. Niemand musste etwas teilen, was er oder sie nicht wollte. Jede und jeder durfte das eigene Tempo finden. Genau das hat Vertrauen entstehen lassen.

Im Laufe des Projekttages wurde deutlich, wie wichtig dieser Raum für die Jugendlichen war. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich ehrlich mit ihren Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen. Dabei wuchs nicht nur das Verständnis für das Thema selbst, sondern auch füreinander.

Besonders berührend war zu sehen, wie sich der Umgang in den Klassen verändert hat. Die Schülerinnen und Schüler haben ein feineres Gespür füreinander entwickelt, haben zugehört, nahmen Rücksicht und sich gegenseitig ernst. Das hat die Klassengemeinschaft spürbar gestärkt.

Ein wichtiger Bestandteil war auch der respektvolle Umgang mit persönlichen Geschichten. Es wurde gemeinsam darauf geachtet, dass das, was geteilt wurde, im geschützten Rahmen bleibt. Gleichzeitig wussten die Jugendlichen: Auch nach dem Projekt gibt es Menschen, an die sie sich wenden können.

Dieses Projekt hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn junge Menschen einen sicheren Raum bekommen – Raum für Fragen, für Gefühle und für ehrliche Gespräche.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Projekttage und darauf, wieder solche wertvollen Begegnungen begleiten zu dürfen.

Heinrich-Pera-Hospiz Halle (Saale)