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Bis zum Ende begleiten

Wieso, Weshalb, Warum ?

Meine erste Berührung zum Thema Tod, begann mit der Krankheit meines Vatis: Im Jahre 2013 verbrachte ich eine intensive Zeit im Hospiz, da mein Vati hier Gast sein durfte.
Ich erlebte während dieser Zeit viele Eindrücke rund um das Sterben bzw. den Tod. Durch diese Erfahrungen gelang ich in die Welt des Sterbens.

Beeindruckt hat mich der gesamte Aufbau, der liebevolle Umgang mit den Gästen und Angehörigen sowie das Vertraute auf der Station.
Mein Eindruck über das Personal, vorhandene Lektüren, Hilfsbereitschaft in Wort und Tat, habe ich während dieser Zeit sehr gern in Anspruch genommen, jedoch ist all das, was ein Hospiz ausmacht, mir erst nach dem Ableben meines Vatis bewusst geworden.
Da im Anschluss mehrere Gespräch in einem Bestattungshaus zur Umsetzung und Durchführung der Beisetzung erfolgten, erweiterte ich meine Eindrücke zum Thema Tod noch mehr.
Dort erlebte ich, ebenso wie im Hospiz, ein mitfühlendes und kompetentes Team.

Durch dieses Erlebte vertiefte sich immer mehr das Verlangen, meine gewonnenen Eindrücke weiter zu führen und in Form der ehrenamtlichen Tätigkeit im Hospiz meine Hilfe, Mitgefühl sowie meinen Respekt gegenüber Betroffenen auszudrücken.
Ich bedanke mich für das Vertrauen und die Möglichkeit, im Vorbereitungskurs meine Kenntnisse zu erweitern und für die Chance, im Hospiz ehrenamtlich tätig zu werden.
Ein großes Anliegen ehrenamtlich zu begleiten, erschließt sich aus meiner Überzeugung, dass niemand alleine von dieser Welt gehen muss. Mit Würde und Respekt, möchte ich, gemeinsam mit dem Gast, seine letzte Reise antreten.

Corina S.

Hospiz am St. Elisabeth-Krankenhaus Halle gGmbH