Hospiz Halle gGmbH

Heinrich PeraHeinrich Pera im Jahr 2003
Gründer der Hospizdienste Halle

Es beginnt häufig mit einer Idee, für die sich Menschen begeistern und für die sie sich einsetzen. So auch in Halle (Saale), wo die Hospizbewegung eng mit dem Namen eines Mannes, Heinrich Pera, verknüpft ist. 1975 begann er seinen Dienst als Klinikseelsorger in den staatlichen Krankenhäusern von Halle (Saale). Hier erlebte er die psychosoziale Betreuung schwerkranker Menschen als mangelhaft. Pfarrer Heinrich Pera selbst äußerte es so: „Die nicht selten nur einmaligen Kontaktmöglichkeiten mit Patienten – vor allem mit jenen, die physisch und psychisch schwer zu leiden haben – erschienen mir mehr und mehr als unzureichend.“ Daraus erwuchs die Idee einer Krisenberatung, die in der damaligen DDR Schutz im St. Elisabeth-Krankenhaus Halle (Saale) finden konnte.

Es entstand die Zeitoase, wo Menschen in Gesprächen Beratung und Begleitung fanden. 1985 war es dann auch Heinrich Pera, der motiviert durch die Hospitationen in vier englischen Hospizen, das Anliegen der Hospizidee in die Saalestadt brachte. Hier begann der katholische Pfarrer einen ambulanten Hospizdienst aufzubauen. Aus damaliger Sicht wahrlich kein leichtes Unterfangen. Das Entstehen und Arbeiten einer Hospizgruppe in der DDR war nur im Schutze der Kirche möglich. Begegnungsstätten für Menschen in Krisensituationen ließen sich nur schwer mit dem vermeintlich sozialistischen Weltbild vereinbaren. Wieder fand er im St. Elisabeth-Krankenhaus Halle (Saale) einen Ort, von dem aus die Hospizbewegung wachsen konnte.